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5.1. Besonderheiten der digital facts

Übersicht
Mit der agof digital facts 2015-06 ist erstmals die gleichzeitige und vor allem überschneidungsfreie Betrachtung von stationären und mobilen Angeboten möglich. Sie hat die bisherigen agof Studien internet facts und mobile facts abgelöst, die seit September 2015 nicht mehr einzeln veröffentlicht werden.
Selbstverständlich können stationäre und mobile Medien weiterhin separat betrachtet und ausgewertet werden. Zusätzlich kann mit der digital facts eine digitale „Medien-Marke“ abgebildet werden, in Form des "Digitalen Gesamtangebot" (kurz: DGA). Das DGA setzt sich aus allen bei der agof angemeldeten Angebotsbestandteilen zusammen, das können stationäre Websites und/oder mobile Angebote sein (MEW und/oder Apps).
Die digital facts erscheinen seit August 2015 monatlich und ermöglichen im Auswertungs- und Planungsprogramm TOP erstmals auch eine umfassende digitale Mediaplanung.
Besonderheiten
Im Vergleich zu der Arbeit mit den internet facts und mobile facts gibt es in den digital facts einige Besonderheiten, die bei der Arbeit beachtet werden sollten.
Bis zur df 2016-07: Grundgesamtheit
Bitte beachten Sie bei der Arbeit mit älteren digital facts (bis df 2016-07), dass die Medien unterschiedliche Grundgesamtheiten aufweisen. Nur für die if-Medien stehen in der Grundgesamtheit "Deutschsprache Wohnbevölkerung in Deutschland ab 10 Jahren" Daten zur Verfügung! Für die df- und mf-Medien gilt die "Deutschsprache Wohnbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren.
Vergleichbarkeit
Im Zuge der Erstellung der digital facts gibt es außerdem verschiedene Verfahrensanpassungen und -verbesserungen, so dass die Vergleichbarkeit zu den bisher veröffentlichten Ergebnissen der Regelstudien nur eingeschränkt gegeben ist. Hier erfahren Sie mehr über die Methodischen Anpassungen zu den digital facts.
Die Neuerungen im Einzelnen:
  • Neue amtliche Bevölkerungsstatistik als Grundlage
  • Berücksichtigung von CATI-Befragungen über Handy
  • Integrierte Verarbeitung stationärer und mobiler Angebote
  • Anpassung des Nutzer-Modells
Der Einfluss der jeweiligen oben aufgeführten methodischen Veränderungen auf die Reichweitenentwicklung kann nicht eindeutig identifiziert werden. Folglich sind Vergleiche der in den digital facts analog zu den bisher in if und mf vorliegenden Daten mit früheren Veröffentlichungen von internet facts und mobile facts nur sehr eingeschränkt möglich. Bei Reichweitenveränderungen von stationären oder mobilen Angeboten im Vergleich zu ihren bisherigen Werten darf daher nicht von Zuwächsen oder Verlusten gesprochen werden, vielmehr bitten wir, den Fokus auf das neue Studienmitglied und seine Ergebnisse zu legen.
Zeitreihen
Aufgrund der eingeschränkten Vergleichbarkeit (s.o.) sind Zeitreihen im Übergang von internet facts / mobile facts zur digital facts mit Vorsicht zu interpretieren. Hinzu kommt, dass die Grundgesamtheiten unterschiedlich sein können. Die mobile facts-Wellen haben z.B. die Grundgesamtheit „Mobile Unique User“, was gleichbedeutend ist mit „Nutzer mobiler Angebote (in den letzten 3 Monaten)“. Um Vergleichbarkeit zu garantieren, müssen unterschiedliche Grundgesamtheiten der Einzelwellen ausgeschlossen werden. Hier sollte also unbedingt ein Vorfilter (im Beispiel „Nutzer mobiler Angebote (in den letzten 3 Monaten)“ gesetzt werden.